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Theaterstück - Schattenboxen

Am 3. Mai 2011 sind wir, die Klassen 8c und 8d, in das Theater Neue Bühne Senftenberg gefahren. Dort haben wir uns das Stück „Schattenboxen“ des Kanadiers Dennis Foon angesehen.

 

In dem Stück wird die zunehmende Gewalt in und außerhalb der Schule behandelt. Oft wird die Frage nach der Herkunft solcher Gewaltausbrüche gestellt. Fast immer hat das Elternhaus den größten Einfluss. Jugendliche, die Gewalttätigkeit von zu Hause kennen, neigen häufig dazu, im Umgang mit anderen diese ebenso zu benutzen. Dies führt dazu, dass z.B. die Freundin Angst vor ihrem eigenen Freund hat. Dies wird in dem Stück thematisiert. „Schattenboxen“ zeigt das Leben von vier Jugendlichen, die von zu Hause wenig Rückhalt bekommen.


 

Maggie liebt Bob. Bob liebt Sara. Sara liebt Luke. Luke ist der Freund von Sara - ein Gefühlschaos!

 

Eine schöne aber auch zugleich erniedrigende Beziehung haben Sara und Luke. Für beide ist es die große Liebe. Aber Luke ist unberechenbar. Immer wieder schlägt er zu, wenn Sara in seinen Augen etwas falsch macht. Anschließend kümmert er sich liebevoll um sein Opfer. Ganz langsam begreift Sara, dass sie sich von ihm trennen muss, um leben zu können. Maggie und Bob, für den Sara die Traumfrau ist, helfen ihr dabei. Bob ist ein naiver, schüchterner, pubertierender, liebenswerter Typ. Und Maggie liebt diesen Jungen. Doch Bob hat nur Augen für Sara und bemerkt die Annäherungen von Maggie nicht.


Diese Jugendlichen sind geprägt von ihren Elternhäusern. Um dies deutlich zu machen, erscheinen die Eltern im Verlauf der Handlung immer wieder als helle Schatten an den Wänden und die Jugendlichen sprechen vom Bühnenrand aus die Dialoge der Eltern selbst, so dass man erkennen konnte, dass Eltern auch ähnliche Probleme haben wie ihre Kinder.


 

Das Interessanteste an dem Stück ist die Lösung der Probleme. Opfer von Gewalt denken oft, dass sie keine Freunde haben und selbst Schuld haben an den Ausbrüchen der Freunde. Sie nehmen den Täter meist in Schutz, obwohl sie wissen, dass ihr Verhalten dumm und ihre Sicherheit gefährdet ist. Oft trauen sich die Opfer nicht, Hilfe zu suchen, weil der Freund, wie in dem Theaterstück, droht, sich umzubringen. Außenstehende bekommen meist nichts mit. Die Opfer fühlen sich alleine. Viele sind so verzweifelt, dass sie an Selbstmord denken. Doch Maggie lässt nicht locker und spricht Sara Mut zu, sich von Luke zu trennen.

 

Unserer Meinung nach war die Umsetzung des Bühnenstückes mit den wenigen Mitteln, die den Theatermachern zur Verfügung standen, sehr kreativ und beeindruckend. Die Bühne stellt einen Freizeittreffpunkt der Jugendlichen dar. Auf verschiedenen Ebenen, auch an einer Kletterwand, bewegen sich die Figuren. Die Schauspieler spielten ausdrucksstark und sehr emotional berührend. Auch die Anpassung der Kleidung an das heutige Modeideal fanden wir sehr kreativ. Dass die Schauspieler die Jugendsprache von heute benutzt haben, empfanden wir mitunter etwas krass, gehört aber wohl dazu.
 

Wir glauben, das Theaterstück ist sehr sehenswert. Es lässt nachdenklich werden!
Unserer Meinung nach ist das Stück mehr Schülern als Familien zu empfehlen, da es sehr auf Jugendliche mit ihren Problemen bezogen ist.

 

Von Tabea Lorentz und Johanna Schober